Review: Tombow MONO Sand Eraser

Bezeichnung: Tombow MONO Sand Eraser 512A
Hersteller: Tombow
Preis (ca.):  2,50 – 4,00 €

Das sagt der Hersteller

„Der MONO sand radiert mit feinen Mikrosand-Partikeln sogar Tinte. Er gewährt ein sauberes Radieren ohne zu schmieren. Eine Papier-Banderole schützt den Radierer vor Verschmutzungen.“

Text von *hier*

Mein Eindruck…

Als ich letztens durch meinen liebsten Künstlerfachmarkt schlenderte fiel mir dieses kleine Kerlchen in die Hände. Er lag (nicht wirklich angepriesen) zwischen den anderen Tombow-Radierern… als ich aber „for ink“ auf der Umverpackung entdeckte war meine Neugierde groß.
„Ink“ ist Englisch und bedeutet Tinte oder auch Tusche. Hallo!?!?! Ich denke jeder, der schonmal mit Tusche gearbeitet hat, hat sich schon einmal gewünscht, diese einfach radieren zu können. Egal ob man jetzt eine wackelige Linie wiederholen möchte, einen falschen Strich rückgängig machen oder einfach Schmierstreifen entfernen wollte.

Da ich bis dato mit allen meinen von Tombow erworbenen Produkten wirklich sehr zufrieden war, wurde der Radierer auf Herz und Nieren getestet. Folgende Materialien kamen zum Einsatz:

Tuschestifte, Tusche im Glas, farbige Tusche, Airbrush-Farbe, Kugelschreiber, wasserlösliche Liner, Buntstifte, Bleistifte in HB, 4B und 8B, und Aquarellfarbe.

Ich habe auf folgendem Papier getestet:

Hahnemühle Bamboo Mixed Media:


Ging alles weg, Papier ist danach aber sowas von im Arsch. =_= 

Fabriano Aquarello hot-pressed Paper (300 g):


Meine Hoffnungen wurden zerstört, gerade hier tut sich fast nichts. Die Tusche wurde nur etwas aufgehellt und das erreiche ich auch mit meinen anderen Radieren. Bunt- und Bleistifte wurden ganz gut abgetragen. Der Kugelschreiber nur verschmiert und die Aquarellfarbe bleibt unbeeindruckt. Das Papier macht das aber gut mit.

Daler Rowney Bristol:


Okay, hier tut sich was! Wieder sind es die trockenen Stifte die sich gut ablösen lassen. Ich kann aber auch die Tusche samt Airbrush und die Aquarellfarbe abtragen. Allerdings muss man aufpassen, nach längerem Radieren nimmt das Papier schaden. Komischerweise überleben die wasserlöslichen Stifte und wieder der Kulli.

Gerstaecker Skizzenpapier (90 g):


Hier habe ich nur mit Stiften gearbeitet, Aquarellfarbe und Tusche überfordert das Papier.
… Tusche, Blei- und Buntstifte ließen sich erstaunlich gut wegmachen. Nur der feine, wasserlösliche Pilot-Pen hatte kein erbarmen. Und der Kugelschreiber :n6: ein Traum!

Canson Mixed Media „Imagine“ (200 g):


Dieses Papier nutze ich für Buntstiftbilder. Das sind wohl die besten Ergebnisse der Reihe. Tusche sowohl als auch wasserlösliche Liner haben keine Chance. Bleistifte werden bis auf B8 sehr schön abgetragen und die Buntstifte lösen sich ebenfalls. Das Papier kann auch nach langem Rubbeln gut damit umgehen und danach genauso gut weiterbenutzt werden. Einzig allein der Kugelschreiber will einfach nicht weichen.

Fazit:
Es funktioniert. Bedingt. Auf passenden Untergrund, der wirklich ausgetestet werden muss. Wer gerne mit Buntstiften und Grafit arbeitet kann sich das kleine Kerlchen wirklich mal ansehen, da man damit bessere Ergebnisse erzielen kann, als mit einem Standardradierer.
Verfügbarkeit ist in Ordnung, in gut sortierten Fachgeschäften findet man den MONO Sand mittlerweile. Auch auf Amazon gibt es das ein oder andere rentable Angebot.
Für meinen gewünschten Zweck – Tusche auf Aquarellpapier zu korrigieren – ist er leider nicht zu gebrauchen*. :n2: 

* Im Nachhinein hätte ich es mir aber auch fast denken können, dass gerade Aqurellpapier aufgrund seiner Beschaffenheit kein Erbarmen mit der Tusche hat ~ man wird aber wohl noch träumen dürfen, oder?  ^_^ 
Trotzdem gibts „nur“ 2,5 von 5 Punkte von mir, weil es wirklich schwer ist, ein Papier zu finden, dass dem Radierer standhält.

Rating: 5.0. From 1 vote.
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8 Kommentare

  1. Das ist meiner Meinung nach wirklich sehr enttäuschend…
    Der Radierer funktioniert auf so vielen Papieren nicht wie er soll und nur auf ein paar überhaupt ohne das Papier zu zerstören.

    Den werde ich mir somit auf keinen Fall hören, die Ergebnisse erziele ich mit meinem Radierer der Wahl (Farber-Castell DUST-FREE) auch und der ist in jedem Schreibwarenhandel erhältlich (für glaube ich auch weniger Geld?)

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    1. Ja, man muss auf jedenfall vorher testen, sonst gibts ein böses Erwachen =_=

      Mein Liebling ist eindeutig der von Läufer, der „Durchsichtige“

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  2. Ein schönes, ausführliches Review :)
    Ich bin zwar kein Zeichner, aber ich glaube deine Tests helfen einigen hier weiter, das passende „Radierwerkzeug“ zu finden!

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    1. Danke! :)

      Ich selbst finde Artstuff-Reviews ultraspannend, dadurch freuts mich das es auch anderen was bringt!

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  3. Ich hab‘ mir den Radierer gekauft, weil man damit angeblich auch Stempeltinte wegbekommt – und ich in Reviews von „den großen“ Cardmakern Anwendungen gesehen habe, wo es tatsächlich funktioniert hat.
    Leider klappt’s auf dem Papier, das ich am liebsten nutze, nicht wirklich. /)(\ Werde da noch etwas probieren müssen. Auf Bristol-Papier habe ich ihn z. B. noch nicht getestet. :heart3:

    Rating: 4.0. From 1 vote.
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    1. Oh man, das ist ja wirklich durch und durch ein Rätselraten.
      Magst du mir verraten, welches Papier du genutzt hast?

      Ich habe auch erst ein Video gesehen, wo jemand „Gelettert“ hat und mit dem Radierer Lichtreflexe erzeugt hat.

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  4. Vielen Dank für deine Geduld, diesen Radierer auf so vielen verschiedenen Papieren zu testen. Die Idee klingt ja ganz gut, doch das nützt alles nix, wenn das Papier anschließend dahin ist oder es nicht wirklich weg geht. Oder gar beides.

    Ich habe seit Jahren schon einen Knetradierer im Einsatz, allerdings weiß ich die Marke nicht mehr. Ist schon zu lange her. ^^‘

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    1. Echt, halten die Knetdinger so lange bei dir? … Meine werden relativ schnell zäh wie sonst was D: (bäh)

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